«22 Bahnen» von Caroline Wahl

Inhalt
Christa glaubt nicht mehr an die Liebe. Als Kind wurde sie von ihren Eltern im Stich gelassen und wuchs bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf und nun hat sie auch noch ihr Freund Henry verlassen. Obwohl sie in der Schweiz aufgewachsen ist, hat sie sich hier nie wirklich heimisch gefühlt. Sie spürt ein tiefes Sehnsucht nach der Ferne in sich. Aufgrund eines Jobangebots bei Chrysler, beschliesst sie schliesslich, allein nach Australien zu reisen auf einem Schiff. Auf dem Schiff teilt Christa sich die Kabine mit der älteren Dame Mrs Jones, die rasch zu einer guten Freundin bzw. Grossmutter-Figur für sie wird. Und als Christa dann den Schiffsangestellten Jan kennenlernt, wird ihre Reise erst richtig interessant.

Kritik
Ich hatte anfangs etwas Mühe, in den Roman hineinzufinden, kann rückblickend aber nicht mehr sagen, woran es lag. Es lohnt sich jedenfalls, dranzubleiben. Die Figuren sind aus meiner Sicht stimmig und gut ausgearbeitet und die Geschichte hat einen logische Struktur.

Fazit
Stephanie Vifian hat mit ihrem ersten Liebesroman ein wirklich tolles und spannendes Werk geschaffen. Ich habe mit Christa mitgefiebert und mitgebangt. Die Geschichte nimmt mehrmals überraschende Wendungen, die ich nicht erwartet hätte und ich mochte die Figuren am Schluss so gern, dass ich traurig war als ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Ein toller und spannender Roman über den Mut, neu anzufangen, Freundschaft, Familiendrama und viel Herzschmerz & Romantik in der Hitze Australiens.

Ich kenne die Autorin persönlich und habe einmal eines ihrer Schreibcamps besucht in den Niederlanden. Also wahrscheinlich bin ich etwas voreingenommen in meinem Urteil. Deshalb: Kauft das Buch und lest es! Ich kann es wirklich wärmstens empfehlen!

Sternbewertung

Bewertung: 5 von 5.

«Überwintern» von Katherine May

Klappentext
Es gibt Zeiten, da liegt unser Leben „auf Eis“ und wir fühlen uns wie aus der Welt gefallen. Durch eine Krankheit oder den Verlust eines geliebten Menschen, durch Arbeitslosigkeit. Auch ein freudiges Ereignis wie die Geburt eines Kindes kann uns aus dem Gleichgewicht bringen. Katherine May nennt diese Zeiten des Rückzugs, die ihr selbst nur allzu vertraut sind, »Winter«. Und wie auch in der winterlichen Kälte alles ruht, um Kraft für den Frühling zu sammeln, so gibt May sich dem „Überwintern“ hin. Sie reist nach Tromsø zu den Polarlichtern, schwimmt im eisigen Meer, schwitzt in der Sauna und feiert das Winterfest Santa Lucia. Sie besinnt sich auf das Wesentliche und gibt sich der Ruhe und inneren Einkehr hin – bis sie sich wieder bereit fühlt, mit neuer Energie weiterzumachen.

Inhalt
„Überwintern“ gliedert sich in die Kapitel „September“ bis „März“ und umfasst die Wintermonate. Katherine May schildert, wie sie und ihr nahestehende Menschen durch kleinere und grössere Krisen gehen, die sich in Form von Krankheiten, Sinnkrisen, Job- und Schulwechsel zeigen. Sie steht kurz vor einem Burnout, muss ihren Job gesundheitsbedingt auf Eis legen und hat erstmals seit Jahren wieder Zeit. Für sich, für die Familie und um über das Leben nachzudenken. In dieser Zeit setzt sie sich intensiv mit sich selbst und dem Winter auseinander und stellt fest, dass der Winter nicht nur eine Jahreszeit voller Schnee, Dunkelheit, Kälte und Stille ist, sondern auch eine Lebensphase, die man als solche bezeichnen kann. Sie liest sich in unterschiedliche Wintergeschichten ein, schaut sich Winterbräuche verschiedener Kulturen an, führt Interviews mit Menschen zum Winter und dessen Eigenheiten und merkt bald, dass es leichter ist, den Winter mit offenen Armen zu empfangen und sich auf ihn einzulassen anstatt ihn abzuwehren, sich zu verkriechen und sich woanders hinzuwünschen. Denn ein Winter ist trotz all seiner grauen, öden, stürmischen und verschneiten Tage auch immer eine Ruhephase, in der man Kraft tanken kann für den Frühling, wenn alles wieder zum Leben erwacht.

Weiterlesen „«Überwintern» von Katherine May“