«Ein Koffer voller Sehnsucht» von Stephanie Vifian

Inhalt
Genf, 1961: Christa glaubt nicht mehr an die Liebe. Als Kind wurde sie von ihren Eltern verstossen und wuchs bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf und nun hat sie auch noch ihr Freund Henry verlassen. Obwohl sie in der Schweiz aufgewachsen ist, fühlt sie sich dort nie wirklich heimisch. Sie spürt eine tiefe Sehnsucht nach der Ferne in sich. So beschliesst sie mit noch nicht mal 25 Jahren, allein die mehrwöchige Schiffsreise nach Australien mit der MS Oranje von Southhampton nach Sydney anzutreten. Auf dem Schiff teilt Christa sich die Kabine mit der älteren Dame, Mrs Jones, die rasch zu einer guten Freundin bzw. Grossmutter-Figur für sie wird. Und als Christa dann den attraktiven Schiffsangestellten Jan kennenlernt, wird ihre Reise erst richtig interessant.

Seit meiner Kindheit fühle ich mich hier fremd, als ob mich der Storch verkehrt abgesetzt hätte. Mein Herz sehnt sich nach einem Platz, irgendwo, einfach weg von hier. Die Schweiz fühlt sich für mich nicht wie Heimat an.
Ein Koffer voller Sehnsucht, S. 34

Kritik
Ich hatte anfangs etwas Mühe, in den Roman hineinzufinden, kann rückblickend aber nicht mehr sagen, woran es lag. Es lohnt sich jedenfalls, dranzubleiben. Die Figuren sind aus meiner Sicht stimmig und gut ausgearbeitet und die Geschichte hat einen logische Struktur.

Fazit
Stephanie Vifian hat mit ihrem ersten Liebesroman ein wirklich tolles und spannendes Werk geschaffen. Ich habe mit Christa auf ihrer Reise mitgefiebert und mitgebangt. Die Geschichte nimmt mehrmals überraschende Wendungen, die ich nicht erwartet hätte und ich mochte die Figuren am Schluss so gern, dass ich traurig war als ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Ein kurzweiliger Roman über den Mut, neu anzufangen, die Suche nach der eigenen Identität, Freundschaft, Familiendrama, Liebe, Herzschmerz & Romantik in der flirrenden Hitze Australiens.

Ich kenne die Autorin persönlich und habe einmal eines ihrer Schreibcamps besucht in Holland. Stefanie schreibt nicht nur selbst, sondern bringt Anderen auch das Schreiben näher. Also wahrscheinlich bin ich etwas voreingenommen in meinem Urteil. Deshalb: Kauft das Buch und lest es! Ich kann es wirklich sehr empfehlen!

Sternbewertung

Bewertung: 5 von 5.

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